WOCHE-WOCHE von Lara Schützsack [2024]
Regie am GRIPS Theater
Über die Vielfalt von Familie und die herausfordernde Suche nach dem eigenen Platz
Jeden Sonntag, 16 Uhr steht Nunu auf dem Spielplatz. Aber zum Spielen keine Zeit. Es ist nämlich die Übergabe vom Mama Zuhause ins Papa Zuhause und vom Papa Zuhause ins Mama Zuhause, Mama zu Papa, Papa zu Mama, Mama Papa, Pa- Ma-, Ma- Pa-… Woche für Woche. Oft streiten sie dabei, mal über die richtigen Klamotten, mal über den Termin beim Kieferorthopäden. Nunu steht dazwischen. Yella, selbsternannte Superwoman oder gute Fee, versteht aber zum Glück, wie es sich anfühlt, irgendwo neu zu sein. Und Stief-, nee Bonus-Bruder Max weiß, wie nervig die kleine Halb-, naja irgendwie auch Bonus-Schwester, eigentlich ist. Gemeinsam mischen die Kinder die Erwachsenen-Regeln gründlich auf.
Ein Kinderstück ab 6 Jahren
BESETZUNG
Eike N.A. Enyambo, Kim Biebow, Jarita Freydank, Katja Hillder, Jens Mondalski und Marius Lamprecht.
Team
Regie – Ellen Uhrhan
Jarita Freydank – Musik
Sanghwa Park – Bühne und Kostüm
Omar Gabriel – Video
Robert Ssempijja – Choreografie
“Woche – Woche” […] gehört zu jenen eher raren Stücken, die sowohl Kinder ab 6 ansprechen als auch Erwachsene fesseln und amüsieren. Das beginnt schon bei der Sprache, die voll feiner Ironie und knackender Spannung steckt. Das geht weiter mit einem Familienbild von heute. Und endet damit, dass es sowohl Eltern als auch Kinder dazu ermuntert, Verantwortung zu übernehmen – für eine konfliktarme Patchwork-Realität. […] Auch ein sehr gutes Stück braucht eine sehr gute Inszenierung, um wirken zu können. […] Geschickt nimmt Uhrhan den Sprachrhythmus des Stücks auf und spinnt ihn auf der Bühne fort. […] Lässig kippt hier Streit in Spiel und Spiel in Streit; schön, dass auch die Kinder keine Heiligen sind, stattdessen versuchen, die Eltern gegeneinander auszuspielen.
